Fachartikel

Machbarkeitsstudie zur Herstellung von mischkristallverfestigtem ferritischen Gusseisen mit Kugelgrafit im Großguss. Teil 1: Versuchsplanung und -durchführung
Von Stefan Seidel, Zeitz

Im Verlaufe der Entwicklung und Normung der mischkristallverfestigten ferritischen GJS-Werkstoffe wurde eine Vielzahl von Forschungs- und Erfahrungsberichten veröffentlicht, die den Gießereien im Klein- und Mittelguss bei der Umsetzung des neuen Werkstoffkonzeptes Orientierung bieten. Für die Anwendung im Großguss liegen hingegen nur sehr wenige dieser Berichte vor. Durch die fehlende Normung im Wanddickenbereich 60 < t < 200 mm ergeben sich zusätzliche Unsicherheiten auf Hersteller- und Kundenseite.

Probekörper mit Speiser, Y4-Angussprobe und Lunkerkreuz.
Bild: Probekörper mit Speiser, Y4-Angussprobe und Lunkerkreuz. Foto: Zeitzer Guss

Die steigende Nachfrage an mischkristallverfestigten Werkstoffen für den Einsatz in der Windkrafttechnik hat die Zeitzer Guss GmbH veranlasst, eigene Untersuchungen zur Ermittlung der Werkstoffeigenschaften im Wanddickenbereich 60 < t < 200 mm durchzuführen. Mit den Untersuchungen, die diesem Beitrag zu Grunde liegen, hat sich die Zeitzer Guss GmbH das Ziel gesetzt, die bestehenden Unsicherheiten gegenüber der Werkstoffgruppe im Großguss abzubauen und Wissenslücken bei der Herstellung zu schließen.

Mit dem beschriebenen Versuchsaufbau können die mechanischen Eigenschaften, die Gefügeeigenschaften und das Speisungsverhalten der mischkristallverfestigten Werkstoffe unter Serienfertigungsbedingungen untersucht werden. Die Versuchsergebnisse werden im Vergleich zu den Eigenschaften des Ausgangswerkstoffs EN-GJS-400-18-LT ausführlich dargestellt und diskutiert. Die Versuchsergebnisse zeigen, dass die mischkristallverfestigten Werkstoffe im Großguss herstellbar sind.

Dipl.-Ing. Stefan Seidel, Zeitzer Guss GmbH, Zeitz


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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 7/2016 Seiten 24-27
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