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HZD GmbH

Erweiterung für 12,5 Mio. Euro

Die Havelländische Zink-Druckguss GmbH (HZD) plant eine Erweiterung für 12,5 Mio. Euro. Die Produktionsfläche von jetzt 2000 m2 soll sich verdoppeln. In Betrieb genommen werden soll das neue Gebäude im 1. Quartal 2018. Die Zahl der Beschäftigten soll von jetzt 110 bis Ende 2018 auf 125 steigen.

Die Havelländische Zink-Druckguss (HZD) GmbH will investieren, um ihre Produktionsfläche zu verdoppeln. Die jetzt genutzte Halle soll einen Anbau erhalten, der noch einmal genauso groß ist. Es sei vorgesehen, teilt HZD-Geschäftsführer Petar Marovic mit, für Gebäude und Anlagen 12,5 Mio. Euro zu investieren. Im 1. Quartal 2018 solle im Neubau der Betrieb aufgenommen werden und der Bestandsbau werde auch weiter für die Produktion genutzt.

„Wir haben das Jahr 2016 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen“, sagt Marovic. „Gegenwärtig bewegen wir uns noch weiter in der Strukturierungsphase, in der es um die innerbetriebliche Prozessoptimierung geht.“ Es seien 750 000 Euro in die Anschaffung einer neuen IT-Umgebung investiert worden, deren Hard- und Softwaresysteme 2017 in Betrieb genommen werden. Der Mitarbeiterstamm, der seit längerer Zeit bei rund 100 Beschäftigten lag, ist auf 110 erhöht worden. Ende des Jahres 2018 werde die HZD GmbH voraussichtlich 125 Beschäftigte haben. 2016 hat das Unternehmen einen Umsatz von 17 Mio. Euro gemacht. Für 2017 sind 23 und für 2018 28 Mio. Euro geplant.

Interessierte Beobachter wissen, dass es der HZD GmbH vor gar nicht langer Zeit wirtschaftlich weniger gut gegangen ist. Nachdem Marovic im Herbst 2014 die Geschäftsführung des Premnitzer Traditionsbetriebes vom Gründer Michael Schönberg übernommen hatte, stellte er fest, dass die Gewinne aus besseren Zeiten abgeschmolzen und die Kosten mehr als verträglich gestiegen waren. Er begann mit groß angelegten Restrukturierungsmaßnahmen. „In dem Zustand, in dem sich das Unternehmen damals befunden hat“, resümiert Marovic, „wäre es langfristig nicht wettbewerbsfähig gewesen.“ Allerdings waren auch zu der Zeit die Maschinen und Anlagen hochausgelastet. „Mit der Erweiterung werden wir den Ansprüchen des heutigen Marktes gerecht“, stellt er fest. Gegenwärtig laufe die Planungs- und Entwicklungsphase.

Wo ist der neue Ansatz, der zu berechtigten Hoffnungen Anlass gibt? Die HZD GmbH hat neue Kunden in neuen Branchen hinzu gewonnen. Wie Petar Marovic mitteilt, soll künftig auch für die Bereiche Telekommunikation, Elektrotechnik und Elektronik produziert werden. Als typische Erzeugnisse nennt er Stecker für Elektroplatinen, Antriebsgehäuse und Netzwerkgehäuse für Telekommunikationsnetzwerke. Das Brot-und-Butter-Geschäft früherer Jahre, Fenster- und Baubeschläge, bleibt aber auch erhalten.

Wie das Unternehmen die neuen Kunden gewinnen konnte? „Sie sind auf uns zugekommen“, verrät Petar Marovic. Unter der Leitung von Michael Schönberg habe die HZD GmbH deutschlandweit einen enorm guten Ruf aufgebaut, erklärt er. Darauf könne jetzt aufgebaut werden. Die meisten Kunden hat das Unternehmen in der Bundesrepublik, viele in Großbritannien und Ungarn.

Wie der Chef berichtet, findet er sein Personal schon lange nicht mehr nur im Raum Premnitz-Rathenow-Brandenburg, sondern deutschlandweit. Der Werkleiter komme aus Stuttgart, der Oberflächenspezialist aus Aachen, der Vertriebschef aus Frankfurt/Main, der Kaufmännische Leiter aus Berlin und der Projektleiter aus Dessau. Immer öfter zeige sich aber auch der Trend, berichtet Petar Marovic, dass einstige Premnitzer, die viele Jahre in der Fremde gearbeitet haben, wieder zurück in ihre Heimatstadt kommen. Er sagt: „Da haben wir jetzt einige einstellen können.“
(Quelle: Märkische Allgemeine Rathenow, Autor: Bernd Geske)

www.hzd.eu


Petar Marovic (links), Geschäftsführer der Havelländischen Zink-Druckguss GmbH, Premitz, mit Schichtleiter Harald Kümpfel.

Foto: Bernd Geske