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Ohm & Häner

Innovationspreis geht an Sand- und Kokillengießerei

Den „Innovationspreis der Deutschen Gießerei-Industrie – Peter R. Sahm“ erhält in diesem Jahr die OHM & HÄNER Metallwerk GmbH & Co. KG aus Olpe. Überreicht wurde der mit 15 000 Euro dotierte Preis nebst einer Stele und einer Urkunde im Rahmen der BDG-Fachverbandstagung am 23. Juni 2017 in Berlin an Dr.-Ing. Ludger Ohm.

Dr. Ohm leitet das Unternehmen gemeinsam mit seinem Partner Bernd Häner. Bei seiner Laudatio würdigte BDG-Präsident Dr.-Ing. Erwin Flender das Unternehmen als hochinnovativ. 2008 sei mit dem Neubau der Gießerei in Drolshagen die modernste Kundengießerei für Aluminiumsandguss in Deutschland entstanden. Dort komme ein sauberes oxydarmes Schmelzverfahren zum Einsatz. Bereits seit den 1990er-Jahren habe die Gießerei mit einer hochmodernen Seiatsu-Flex-Anlage von Heinrich Wagner Sinto (HWS) produziert, lobte er. Heute seien u. a. moderne Prüfanlagen, eine weitere vollautomatische kastengebundene Formanlage und ein modernes ERP-System in Betrieb. Der innovative Einsatz von IT entspricht bereits der Industrie 4.0 und die Gießerei habe sich noch weitere anspruchsvolle Entwicklungsziele gesetzt. Auch im Bereich Umwelt sei das Gießereiunternehmen vorbildlich, betonte der BDG-Präsident und verwies auf den staatlichen Umweltpreis an  OHM&HÄNER für die 2008 im Werk II errichtete Grünsandaufbereitung. Dr. Ludger Ohm habe zudem die Bildung des Förderkreises Leichtmetall im BDG initiiert. „Es besser als alle anderen machen zu können, zeichnet Dr. Ohm aus“, so Dr. Flender. „Und der Mut, neue Ideen erstmals umzusetzen, hat zu einer Kultur des Immer-Besser-Werdens bei OHM&HÄNER geführt“, fuhr er fort. Daher sei das Unternehmen ein würdiger Preisträger. Hinzu komme, dass der verstorbene Namensgeber des Innovationspreises, Peter R. Sahm, Professor am Gießerei-Institut der RWTH Aachen, Dr. Ludger Ohm unterrichtet habe und die Entscheidung für den Preisträger sicher unterstützt hätte, so Dr. Flender am Ende seiner Laudatio.

In seiner Rede im Anschluss drückte Dr. Ohm seinen Stolz über den begehrten Preis aus und dankte dann seinem Partner Bernd Häner, dem Prokuristen Jürgen Alfes und Werksleiter Dr. Georg Dieckhues für ihre Unterstützung bei seinen Gießereiprojekten. Das Unternehmen habe seinen Umsatz durch organisches Wachstum in den Jahren von 1987 bis heute von 4,5 auf knapp 90 Mio. Euro nahezu verzwanzigfacht. Auch die Mitarbeiterzahlen seien in dieser Zeit von 63 auf heute 650 gestiegen. Insgesamt seien allein in der letzten Dekade Investitionen von 60 Mio. Euro getätigt worden und es würden bis 2018 noch weitere bis zu zehn Millionen Euro hinzukommen. „Unsere Ergebnisse sind zufriedenstellend, gerade wegen der hohen Investitionstätigkeit“, betonte der Geschäftsführende Gesellschafter. Es lohne sich in neue Technologien zu investieren. Man müsse jedoch den eigenen Beruf lieben und brauche ein Gefühl für die Mitarbeiter – vom Auspacker bis zur Chefetage. Darüber hinaus seien technisch versierte Vertriebsteams unverzichtbar bei komplexen Verfahren. Der Kunde brauche Einblicke, das Verfahren müsse immer wieder neu erklärt werden. „Einblick & Verständnis sind die besten Grundlagen, um einen Auftrag zu erhalten“, riet er. Mit einem Dank an den Unterricht von Prof. Sahm und der Erwartung, dass das „Potenzial des wunderbaren Aluminiums“ noch längst nicht ausgereizt sei, schloss Dr. Ohm seine Rede.

www.ohmundhaener.de


Den „Innovationspreis der Deutschen Gießerei-Industrie – Peter R. Sahm“ erhielt in diesem Jahr OHM&HÄNER. BDG-Präsident Dr. Erwin Flender (li.) überreichte die Auszeichnung dem Geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Ludger Ohm.

Foto: BDG / Piterek