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GI RWTH

Mehrkomponenten-Druckgießen

Seit Ende des vergangenen Jahres steht dem Gießerei-Institut der RWTH Aachen ein neues Druckgießwerkzeug (Hybrid-III) zur Herstellung von Aluminium- Kunststoff-Hybridbauteilen zur Verfügung. Bei der Geometrie handelt es sich um eine Überlapp-Scherzugprobe in Anlehnung an DIN EN 1465, um insbesondere Einflussfaktoren auf die Verbundfestigkeit zwischen Aluminium und Kunststoff untersuchen zu können.

Gegenüber bereits am Markt etablierten Prozessen werden beim Mehrkomponenten- Druckgießen sowohl die Aluminium- als auch die Kunststoffkomponenten urformend und in ein und demselben Werkzeug produziert.

Durch den Einsatz eines Schiebers wird nach dem Druckgießen der Aluminiumkomponente eine weitere Kavität freigegeben, sodass in einem zweiten Prozessschritt die Kunststoffkomponente angespritzt werden kann. Das Verfahren ermöglicht somit eine zeitliche Optimierung der Prozesskette, indem es den Handling- und Logistikaufwand maßgeblich reduziert. Das Werkzeug wurde im Februar 2018 erfolgreich in Betrieb genommen.

www.gi.rwth-aachen.de


Aluminium-Kunststoff-Hybridbauteil, hergestellt mit dem neuen Hybrid-III-Werkzeug.

Foto: GI RWTH