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Montanuniversität Leoben – Kompetenz durch Kooperation

Die Themengebiete Mineralien, Metalle und Materialien und damit die energie- und umweltschonende Gewinnung von Ressourcen stehen im Fokus der Montanuniversität in Leoben. Die Montanuniversität Leoben ist die drittmittelstärkste und forschungsaktivste Universität in Österreich. Immer wieder belegt die Montanuniversität bei Studentenumfragen den ersten Platz, wenn es um Einstellungsfähigkeit und spätere Karrierechancen sowie Kontakte der Hochschule zur Wirtschaft oder die Reputation der Hochschule bei Arbeitgebern geht. Derzeit nutzen über 4500 Studenten in Leoben diesen „goldenen Weg“ in die Wirtschaft und Forschung.

Die gesamte Gießereitechnik, von den automatisierten Gießverfahren bis hin zu den metallphysikalischen Grundlagen der Materialwissenschaft, wird innerhalb des Bachelorstudiums der Metallurgie (BSc) vom Lehrstuhl für Gießereikunde abgedeckt. Das anschließende Masterstudium schließt – einzigartig im deutschsprachigen Raum – mit einem Diplomingenieur (Dipl.-Ing.) und Master of Science (MSc) ab und beinhaltet die Möglichkeit, sich neben der Gießereitechnik auch der Eisen- und Nichteisenmetallurgie wie auch der Umformtechnik zu widmen. Ziel ist es, aufbauend auf den naturwissenschaftlichen Grundlagen die Metallurgie und damit die Gießtechnik tiefgehend zu beherrschen, wobei auch ergänzende Fächer der Betriebswissenschaften und Umwelttechnik die Ausbildung abrunden. Anschließend besteht die Möglichkeit eines Doktorates für wissenschaftlich vertiefende Fragestellungen der Gießereitechnik.

An der Montanuniversität wird großer Wert auf die praktische Ausbildung gelegt, die innerhalb des Bachelorstudiums mit einem Semester der verpflichtenden Industriepraxis und zahlreichen praktischen Übungen erfolgt. Studierenden der Gießereitechnik wird dadurch ermöglicht, die Gießtechnik von einem bionik- und topologieoptimierten Design zu simulieren, diese selbst als Modell im 3-D-Druck herzustellen und in Kooperation mit dem Österreichischen Gießerei-Institut diese in verschiedenen Gießverfahren abzugießen, mit der Computertomografie zu untersuchen sowie ihre mechanischen Eigenschaften zu optimieren.

Der Schwerpunkt des Lehrstuhls für Gießereikunde liegt auf dem grundlegenden Verständnis der metallurgischen Vorgänge in der Gießereitechnik, während der Fokus des Österreichischen Gießerei-Instituts ÖGI auf der entwicklungsnahen Gießereitechnik liegt. Damit ergänzen sich die Themengebiete der Gießereitechnik innerhalb der Kooperation über die gesamte Bandbreite vom Atom bis hin zum Gussteil. Die Ausstattung für die Lehre und die Grundlagenforschung am Lehrstuhl erstreckt sich vom Kleinschmelzofen mit kontrollierbaren Bedingungen bis hin zu hochauflösenden Mikroskopen und Messmethoden. Diese werden am ÖGI ergänzt durch modernste Gießereianlagen, die alle bedeutenden Gießverfahren des Sand-, Kokillen- und Druckgießens abdecken und in Kooperation mit dem Lehrstuhl betrieben werden. Zudem haben die Studenten im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten Zugang zu den modernen Laboren des ÖGI in den Bereichen der mechanischen Prüfung, der Computertomografie, der thermophysikalischen Messungen sowie der analytischen Chemie und Metallografie.

Die Forschungsbereiche betreffen schwerpunktmäßig das Gebiet der verfahrensoptimierten Mikrostruktur- und Legierungsentwicklung. Die aktuellen Themen werden im Folgenden vorgestellt.

www.unileoben.ac.at

 

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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 7/2017 Seiten 26-29
© Giesserei-Verlag GmbH Düsseldorf
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Druckgießmaschine des Lehrstuhls für Gießereikunde am ÖGI.

Foto: ÖGI