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Neuer BDG-Fachartikel

Untersuchung der Einflussgrößen Kühlung, Nachverdichtung und Legierungsparameter auf die Gefügeeigenschaften von Druckgussbauteilen

Das Druckgießen ist ein hochproduktiver Prozess zur Herstellung von Gussteilen in großen Stückzahlen. Das Verfahren zeichnet sich durch kurze Formfüllzeiten aus, wodurch sich auch Bauteile mit geringen Wanddicken herstellen lassen. Durch Werkzeuge mit teils aufwendigen Schiebersystemen können auch sehr komplexe Formen verwirklicht werden, ohne dabei auf verlorene Kerne zurückgreifen zu müssen.

Die Vermeidung von Gasporosität und Erstarrungsungänzen erfolgt durch das Aufbringen eines hohen Nachdrucks am Gießkolben. Limitierend für die Bauteildichtheit bei der Herstellung von Druckgussbauteilen ist der Anschnitt, welcher in der Regel vor der vollständigen Durcherstarrung des Gussteils abfriert. Aufgrund der Notwendigkeit einer geeignet hohen Schmelzegeschwindigkeit im Anschnitt sowie der teils sehr geringen Wanddicken, können Druckgussanschnitte nicht beliebig dick gestaltet werden, sodass ein effektives Nachspeisen nicht immer möglich ist. Dies resultiert oft in Porosität im Bauteil. Dieser Problematik muss mit entsprechenden Maßnahmen entgegengewirkt werden. Maßnahmen zur Porositätsminderung lassen sich in folgende Kategorien einteilen:- thermische Maßnahmen,- mechanische Maßnahmen und- metallurgische Maßnahmen.Im Rahmen eines am Österreichischen Gießerei-Institut durchgeführten Forschungsprojekts werden diese Maßnahmen untersucht. Ziel der Arbeiten ist es, systematisches Wissen über die verschiedenen Möglichkeiten der Gefügebeeinflussung zu erarbeiten und das gewonnene Know-how an die Gusshersteller weiterzugeben. Im Folgenden werden die Arbeiten zur Untersuchung der thermischen, mechanischen und metallurgischen Maßnahmen zur Gefügeverbesserung im Druckgießprozess vorgestellt.



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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 1/2017 Seiten 26-31
© Giesserei-Verlag GmbH Düsseldorf
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Panoramaaufnahme der Druckgießzelle am Österreichischen Gießerei-Institut

(Foto: ÖGI)