Fachartikel

90 Jahre BMW-Boxermotoren – Gussanwendungen gestern, heute und morgen
Von Christian Landerl, Wolfgang Mattes, Oliver Hadmann und Rudolf Gibisch, München, Alois Bauer und Wolfram Wagener, Landshut, Gerrit Heyl, München

AIs Folge des Verbots, Flugmotoren zu bauen, entstand 1920 bei BMW die Motorrad-Sparte. Einen entscheidenden Anteil am Erfolg des Wiederanfangs hatten die hochqualifizierten Leichtmetall-Gießspezialisten, ohne die eine Produktion der zu der damaligen Zeit hochmodernen Boxermotoren nicht möglich gewesen wäre. Bevor 1923 das erste eigene BMW-Motorrad vom Typ R32 (siehe Bild) produziert wurde, lieferte BMW den Boxermotor M2 B 15 an verschiedene Hersteller und die Gießerei nahm Aufträge von Fremdfirmen wie z. B. Cockerell an. Schon ein Jahr später überraschte BMW die Welt mit dem ersten Motorrad, das Leichtmetall-Zylinderköpfe hatte.

Bild: Das BMW-Motorrad R 32
Bild: Das BMW-Motorrad R 32. (Foto: BMW)

Weltberühmt wurden die BMW-Boxermaschinen durch sensationelle Weltrekorde von Ernst Henne und den legendären Isle of Man-Triumph von „Schorsch" Meier auf seiner Kompressor-BMW, die dank Magnesiumguss glatte 22 kg leichter war als der damalige Platzhirsch Norton Manx. Das Konzept des Boxermotors hat dann den wirtschaftlichen Aufschwung von BMW nach 1945 begleitet, hat den weltweiten Niedergang der Motorradindustrie in den 1950er Jahren überstanden und führte heute zu einem der erfolgreichsten großvolumigen Motoren auf dem Weltmarkt. Eine Säule dieses Erfolges ist die Kompetenz der hauseigenen Gießerei, die verschiedene Generationen der Boxermotoren begleitet hat - vom luftgekühlten Motor, der im vergangenen Jahr seine Markteinführung feierte und dessen gießtechnische Besonderheiten im Aufsatz näher beleuchtet werden.

Dipl. -Ing. Dr. techn. Christian Landerl, Dipl.- Ing. Wolfgang Mattes, Dipl.-Ing. Oliver Hadmann, Dipl.-Ing. Rudolf Gibisch und Dipl.-Ing, Gerrit Heyl, BMW Motorrad, München, Dipl,- Ing. Alois Bauer u. Dr.-Ing. Wolfram Wagener, BMW Leichtmetallgießerei Landshut


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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 1/2014, Seiten 128-138
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