Fachartikel

Al-Al-Verbundguss mit höherfesten Knetlegierungen
von Jonathan Wedler, Matthias Schwankl und Carolin Körner, Erlangen

In der hier beschriebenen Arbeit wurden Einlegeteile (Inserts) aus Aluminiumlegierungen der 2XXX- und 5XXX-Gruppe in das Druckgießverfahren integriert. Ziel hierbei war die Erzeugung einer stoffschlüssigen Verbindung zwischen der Gussmatrix und dem Insert aus einer Knetlegierung, die normalerweise durch die natürliche Oxidschicht verlässlich verhindert wird. Zur Oberflächenaktivierung wurde die Aluminiumoxidschicht in einem vorgeschalteten Reizprozess entfernt und anschließend stromlos Zink abgeschieden.

Integration höherfester Aluminiumknetlegierungen in den Druckgießverfahren: Prüfung der mechanischen Eigenschaften und Betrachtung der Grenzfläche.
Bild: Integration höherfester Aluminiumknetlegierungen in den Druckgießverfahren: Prüfung der mechanischen Eigenschaften und Betrachtung der Grenzfläche. Foto: Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

Eine anschließende Parameterstudie mit variierenden Tiegeltemperaturen und Gießkolbengeschwindigkeiten erlaubt einen Einblick in das Prozessfenster und die Bestimmung möglicher Einflussgrößen bei der Ausbildung einer Zink-Reaktionszone. Die gefertigten Verbundgussteile wurden anschließend auf ihre mechanischen Eigenschaften hin geprüft und die Grenzflächen hinsichtlich der Elementverteilung untersucht. Die hier beschriebene Arbeit hat gezeigt, dass sich Aluminiumknetlegierungen der 2XXX- und 5XXX-Gruppe erfolgreich zu einem stoffschlüssigen Werkstoffverbund mit der Druckgusslegierung AlSi9Cu3(Fe) eingießen lassen.


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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 7/2015 Seiten 46-53
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