Fachartikel

Beispiele zur Umsetzung von Elektromobilität mit Aluminium
von Andreas Kleine, Harzgerode, Mattias Reinemann, Magdeburg, Hubert Koch, Essen, und Andreas Zörnig, Magdeburg

Für die Umsetzung von Elektromobilität in einem Personenkraftwagen gibt es kein eindeutiges Konzept. Vielmehr existiert eine Vielzahl an Lösungsmöglichkeiten, die vom Mildhybrid bis hin zum vollelektrisch angetriebenen Fahrzeug reichen. Diese Situation wirft die Frage auf, welche Bauteile heutiger Fahrzeuge, die mehrheitlich durch einen Verbrennungsmotor angetrieben werden, erhalten bleiben und welche Komponenten entfallen, sich verändern oder vollständig neu entstehen. Neben dem Automobilhersteller ist diese Frage auch für den Werkstoffentwickler und Gießer von großer Bedeutung, da neue Bauteile und deren Anforderungen in vielen Fällen mit werkstoff-und verfahrenstechnischen Anpassungen oder Veränderungen verbunden sind.

Schnittdarstellung des ersten im Rahmen des Forschungsprojektes realisierten Radnabenmotors.
Bild: Schnittdarstellung des ersten im Rahmen des Forschungsprojektes realisierten Radnabenmotors. Foto: Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg

Dieser Artikel möchte am Beispiel eines Radnabenmotors sowie einer Ölwanne für einen Range-Extender aufzeigen, welchen Beitrag der Werkstoff Aluminium sowie das Druckgießverfahren bei der Umsetzung von E-Mobilität leisten können. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass sowohl der hier beschriebene Radnabenmotor als auch der Range-Extender Forschungsschwerpunkte der vom Land Sachsen-Anhalt ins Leben gerufenen Landesinitiative ELISA sind. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, die in Sachsen-Anhalt existierenden Kompetenzen auf dem Gebiet zukünftiger Antriebstechnologien, Energiegewinnung und -speicherung sowie dem Feld des Leichtbaus zu bündeln und weiterzuentwickeln. Im Rahmen zukünftiger Arbeiten soll untersucht werden, ob für das Infiltrieren von Salzkernen auch das Druckgießverfahren geeignet ist. Die Herstellung von Aluminium-Schaumstrukturen soll ebenfalls Schwerpunkt der Untersuchungen sein.

Dr.-Ing. Andreas Kleine, Trimet Aluminium SE, Harzgerode, Mattias Reinemann (B. Sc.), Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, Dr.-Ing. Hubert Koch, Trimet Aluminium SE, Essen, und Dipl.-Ing. Andreas Zörnig, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg


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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 2/2015 Seiten 22-29
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