Fachartikel

Energieaufnahme und strukturelle Verformbarkeit von Al-Si-Druckgussteilen
von Hans I. L. Aukli und Stig Brusethaug, Sunndal, Norwegen

Das am weitesten verbreitete Verfahren zur Herstellung von gegossenen Bauteilen ist das Druckgießen. Entwicklungen der letzten Jahre haben dazu geführt, dass mit diesem Verfahren Gussteile hergestellt werden können, die über eine gute strukturelle Verformbarkeit und eine hohe Energieaufnahmefähigkeit verfügen.

Druckgegossenes Innentürteil aus einer Al-Si-Legierung
Druckgegossenes Innentürteil aus einer Al-Si-Legierung

Damit Druckgussteile für Anwendungen unter dynamischen Belastungsbedingungen, z. B. bei einem Zusammenstoß oder Zusammenprall, eingesetzt werden können, müssen die Werkstoffeigenschaften hinreichend bekannt sein. Die Eigenschaften von Druckgussteilen werden von den Legierungsbestandteilen und einigen Gefügeeigenschaften maßgeblich bestimmt, insbesondere durch eine feinkörnige Randschicht, durch dilatante Scherbänder und durch vorerstarrte Kristalle. Die Entstehung solcher Fehler ist von den thermomechanischen Abläufen abhängig, denen eine Legierung während des Druckgießens ausgesetzt ist sowie vom spezifischen Erstarrungsverhalten.

Eine typische Legierung für die Herstellung druckgegossener Automobilteile ist die Legierung AlSi9Mg. Dieser Legierungstyp muss vielfach einer zeitaufwändigen Lösungsglühbehandlung unterzogen werden.

Hans Ivar Laukli, Hydro Aluminium, Research & Technology Development, Sunndalsøra, Norwegen und Stig Brusethaug, Hydro Aluminium, Sunndalsøra, Norwegen

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Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie, Redaktion kug.bdguss.de 2009 ®

 

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Ergebnisse der axialen Stauchversuche für AISi4Mg (a) und AISi9Mg (b)