Fachartikel

Entwicklung serientauglicher Kokillengießverfahren für hoch feste und hochwarmfeste Al-Gusslegierungen
von Herbert Smetan, Siersburg

Die konventionellen Kokillengießverfahren bleiben signifikant hinter den Potenzialen der hoch festen und hoch warmfesten Aluminiumgusslegierungen zurück. Die evolutionären Verbesserungen in der Verfahrenstechnik nähern sich dabei asymptotisch dem technisch Machbaren, selbst wenn man den jüngsten Kenntnisstand in der Metallurgie und in der Feinabstimmung der Zusammensetzung dieser Legierungen bei dieser Einschätzung mit berücksichtigt. Ein Paradigmenwechsel wird damit unausweichlich.

Bei flüssigem Aluminium führt jedes noch so kurze Aufbrechen der Oberfläche während der komplexen Fließvorgänge beim realen Formfüllen zur Bildung äußerst dünner Oxidfilme.
Bei flüssigem Aluminium führt jedes noch so kurze Aufbrechen der Oberfläche während der komplexen Fließvorgänge beim realen Formfüllen zur Bildung äußerst dünner Oxidfilme. Foto: Smetan Engineering

Dynamische Gießverfahren führen heute bereits bei den Standard-Aluminium-Gusslegierungen zu deutlich gesteigerten statischen und dynamischen Festigkeitswerten, selbst wenn diese nur unter atmosphärischem Druck erstarren. Der hier beschriebene, vorgeschlagene verfahrenstechnische Lösungsansatz bietet darüber hinaus jedoch die Perspektive, durch die Applikation erhöhter Umgebungsdrücke während des Formfüllens und der Erstarrung aus den als schwer- oder nicht gießbar einzustufenden, hoch festen und hoch warmfesten Aluminium-Gusslegierungen prozesssicher und serientauglich selbst komplexeste Bauteile wie Zylinderköpfe in der Massenproduktion herzustellen.

Herbert Smetan, Smetan Engineering GmbH, Siersburg


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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 3/2015 Seiten 58-69
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