Fachartikel

Fertigung von Innengewinden aus Zinkdruckguss durch Einfallkerne
von Herbert Ziegler und Ulrich Schwab, Rudersberg

Der Zinkdruckguss- und Kunststoffspritzgusshersteller Adolf Föhl Gmbh & Co. KG, Rudersberg, hat die Technik der sogenannten Einfallkerne vom Kunststoffspritzgießen auf das Zinkdruckgießen übertragen. Bisher konnten hinterschnittige Konturen bei Föhl nur durch aufwendige Schiebertechnik im Werkzeug oder aber durch mechanische Bearbeitungen hergestellt werden. Selbst ein Ausspindeln eines Innengewindes im Druckgießwerkzeug gelingt bei Zink im Gegensatz zu Kunststoff kaum. Zusammen mit einem Werkzeuglieferanten sowie einem Lieferanten für Einfallkerne wurde für einen sogenannten Messingeinleger ein auf die Belange des Zinkdruckgusses angepasster Einfallkern zusammen mit der entsprechenden Form entwickelt und gebaut (Bild).

Messingeinsatz mit Innengewinde, mechanisch hergestellt (a) und Zinkeinsatz mit Innengewinde, fertig gegossen und beschichtet (b)
Bild: Messingeinsatz mit Innengewinde, mechanisch hergestellt (a) und Zinkeinsatz mit Innengewinde, fertig gegossen und beschichtet (b) (Bild: Föhl)

Im Laufe der Entwicklung und Erprobung wurden inzwischen mehr als 30 000 Schuss mit dem Werkzeug gefahren. Die Ergebnisse zeigen, dass mit der Technik des Einfallkernes hinterschnittige Konturen sehr genau und reproduzierbar hergestellt werden können und damit aufwendige mechanische Bearbeitungen entfallen kann. Dies ergibt klare Kostenvorteile,die im Falle des Messingeinlegers in der Größenordnung von ca. 30 % liegen.

Herbert Ziegler und Ulrich Schwab, Adolf Föhl GmbH & Co. KG, Rudersberg


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