Fachartikel

Force Control – robotergestützte mechanische Bearbeitung
von Martin Kohlmaier, Wiener Neustadt, Österreich

Eine neue Qualität des Programmierens und der Prozesssteuerung von Robotern bietet innovative und effizientere Möglichkeiten beim mechanischen Bearbeiten. Die Kombination von intelligenter Software und feinfühliger Sensorik bildet die Basis des innovativen Systems „Force Control (FC) Machining“. Die Ergebnisse sind markant: kürzere Programmierzeiten, verbesserte Arbeitsbedingungen, höhere Produktqualität, erweiterte Flexibilität und gesteigerte Produktivität sowie geringere Schadensrisiken. Diese Vorteile kommen vor allem Anwendern zugute, die Werkstücke wie Metallgussteile, Stahlwerkzeuge, Kunststoffteile, Holz oder Glaswerkstücke bearbeiten. So werden die Vorteile der roboterunterstützten Produktion auch für kleine und mittelgroße Betriebe nutzbar, z. B. im Handwerksbereich in Schlossereien und Schreinereien.

Der Teaching-Prozess der Roboter erfolgt konventionell, indem die Positionen Punkt für Punkt entlang der Werkstückkontur programmiert werden.
Bild: Der Teaching-Prozess der Roboter erfolgt konventionell, indem die Positionen Punkt für Punkt entlang der Werkstückkontur programmiert werden. So sind bis zu 90 % kürzere Programmierzeiten möglich. Foto: ABB

Die Technologien Force Control Machining mit den zwei Bearbeitungsstrategien FC Pressure und FC Speed Change bringen dem Anwender vom Handwerk bis zum Industriebetrieb markante Verbesserungen und Wettbewerbsvorteile, wie höhere Produktqualitäten, erhebliche Kosteneinsparungen durch die Verkürzung der Programmierzeit von bis zu 90 %, bis zu 20 % verkürzte Zykluszeiten und eine Verlängerung der Lebensdauer der Bearbeitungswerkzeuge.

Autoren:  Dipl.-Ing. (FH) Martin Kohlmaier, Geschäftsbereichsleiter Robot Automation & Products, ABB AG, Wiener Neudorf, Österreich.


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