Fachartikel

Fruchtbare Partnerschaft bei der Automatisierung
von Jennifer Ratzka, Augsburg

Druckguss Westfalen baut sein Werk in Geseke in großem Umfang aus. Dabei setzt die Druckgießerei auf den Augsburger Robotik-Spezialisten Kuka, der die Automation für 15 Druckgießanlagen und sechs CNC-Maschinen liefert.

Blick in die Druckgießerei, vorbei an zahlreichen Druckgießzellen. Links eine Entgratpresse Reis Robotics, 2014 von Kuka übernommen. Der Robotik-Experte liefert zahlreiche Automationslösungen für die Erweiterung von Druckguss Westfalen. FOTO: ANDREAS BEDNARECK

Seit 1964 fertigt Druckguss Westfalen hochwertige Bauteile für die verschiedensten Branchen: angefangen beim Automobilsektor über die Elektronikindustrie bis hin zum Consumerbereich. Der Spezialist für Aluminiumdruckguss steht für höchste Qualität. Um konstant am Puls der Zeit zu sein, baut das Unternehmen bereits seit über 30 Jahren auf den Augsburger Automatisierungsspezialisten Kuka. Auch für die Fertigung neuer Produkte im Bereich der Elektromobilität steuert das Augsburger Unternehmen sein Knowhow bei. Es liefert die Automation für 15 Druckgießanlagen sowie die Automatisierung zum Be- und Entladen für sechs CNC-Maschinen. „Die Präzision der Bauteile ist in der E-Mobilität entscheidend“, sagt Rolf Cramer, Geschäftsführer von Druckguss Westfalen. „Mit den Automatisierungslösungen von Kuka können wir die nötige Effizienz und Qualität erzielen, die dafür notwendig sind.“

Digitalisierung, Globalisierung, Fachkräftemangel: All dies sind Trends, die sich in Industriehallen und Produktionsprozessen bemerkbar machen. Auch bei der Gießerei Druckguss Westfalen in Geseke ist der Wandel spürbar. Treiber hierfür sind vor allem das Wachstum im Bereich der Elektromobilität sowie die zunehmende Nachfrage nach Bauteilen mit höchster Präzision, die für diesen Sektor erforderlich sind. Gleichzeitig müssen Prozesse immer effizienter werden. „Wir haben uns auf dem Markt umgesehen“, sagt Cramer. „Kuka hatte die überzeugendste und wettbewerbsfähigste Lösung.“

Diese Lösung besteht aus 15 Druckgießzellen mit Kuka-Automation, welche die bereits bestehenden Anlagen von Kuka ergänzen. Die beschwerlichen Arbeiten im anspruchsvollen Gießereiumfeld mit viel Lärm und Schmutz, die früher manuell verrichtet werden mussten, übernehmen Kuka-Knickarm-Roboter vom Typ KR 16 bis KR 120. Sie entnehmen die Bauteile und entlasten die Mitarbeiter bei den beschwerlichen Tätigkeiten. Die Kuka- Foundry-Roboter besitzen eine hitze-, korrosions-, laugen- und säurebeständige Lackierung. „Und sind damit bestens geeignet für das harte Umfeld einer Gießerei“, sagt Steffen Günther, Head of Business Development CAS/Foundry bei Kuka. In den einzelnen Anlagen befinden sich u.a. je ein bis zwei Roboter, Pressen, Tauchkühlbecken, Prüfstationen sowie Markierstationen für die Kennzeichnung der Produkte. Die Software Kuka KR C4 sowie KRC ROBOTstar sorgen für die Steuerung der Roboter und Maschinen. Sie zeichnen sich durch ihre intuitive Handhabung sowie die offenen Kommunikationsstandards aus. Darüber hinaus können mithilfe der Steuerungen Daten erfasst, strukturiert und nachverfolgt werden. Durch die hochwertigen Gießzellen mit Kuka-Automation erreicht das Unternehmen eine stabile Prozessqualität und eine gleichbleibend hohe Präzision und Qualität der Bauteile.

„Entscheidend für sicherheitsrelevante Produkte wie E-Autos ist die Genauigkeit“, sagt Steffen Druselmann, Produktionsleiter bei Druckguss Westfalen. „Durch die Standardisierung der Zellen fällt die Fehlerquote deutlich geringer aus und Ausschussware kann vermieden werden.“ Für den monotonen Arbeitsschritt des Be- und Entladens der CNC-Maschinen hat Kuka die Automatisierung vorgesehen.

www.dw-alu.de/home

www.kuka.com


 
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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 7/2019 Seiten 70-72
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