Fachartikel

Gusseisen - der Werkstoff für Zylinderkurbelgehäuse der neuesten Motorengeneration
von Rolf Weber und Wim Görtz

Aufgrund der Diskussion um zukünftige CO2-Grenzwerte ist die Herausforderung an die Motorenkonstrukteure, den Kraftstoffverbrauch weiter zu reduzieren, mit Nachdruck gestellt. Dies wird über Verbrennungskonzepte, Downsizing, Hybridisierung und Gewichtsreduzierung verfolgt.

Genau diese Konstellation ist eine einmalige Chance für Zylinderkurbelgehäuse aus Gusseisen. Denn, neben der Möglichkeit, Leichbaukonzepte in Gusseisen zu realisieren sowie höchsten Bauteilbelastungen bei zukünftigen Downsizing-Konzepten standzuhalten, spricht auch der günstige Preis für den Werkstoff Gusseisen. Das Spannungsfeld, in dem die Entscheidung der Konstrukteure für einen Werkstoff getroffen wird und die Möglichkeiten, die der Werkstoff Gusseisen heute bietet, werden in dem vorliegenden Beitrag diskutiert.

Weltweit wachsen die Automobilmärkte mit den Schwerpunktregionen Asien und Osteuropa. Selbst mit den gegenwärtig stattfindenden weltweiten Marktturbulenzen im automotiven Bereich wird langfristig das Wachstum der Mobilität anhalten.

Niedrigvolumige Fahrzeugmotorisierungen, bei denen aber auch nicht auf Fahrleistung verzichtet werden soll, werden als Vier-, Drei- und Zwei-Zylindermotoren auf den Markt drängen. Im Vordergrund werden hier niedrige Verbrauchswerte gepaart mit hohen spezifischen Literleistungen stehen. Insbesondere diese Entwicklungen werden aufgrund werkstoffspezifischer Gegebenheiten überwiegend in Eisenguss stattfinden.

Dr.-Ing. Rolf Weber und Dipl.-Ing. Wim Görtz, Eisenwerk Brühl GmbH, Brühl

 

Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie, Redaktion kug.bdguss.de 2010 ®


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