Fachartikel

Individuelle Oberflächenbehandlung für bessere Druckgussqualität
von Karin Geukes und Ingo Löken, Bocholt

Steigende Anforderungen der Gießereikunden an die Gussteile hinsichtlich der Oberflächenqualität und Sauberkeit erfordern eine ständige Anpassung der Anlagentechnik. Hierzu zählen Platzersparnis, steigende Durchsatzmengen und immer häufiger ein hoher Automatisierungsgrad mit integrierter Teilelogistik. Auch die Wahl der geeigneten Verfahrensmittel spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Ein mit Gleitschleiftechnik behandeltes Gussteil mit polierter Oberfläche.
Bild: Ein mit Gleitschleiftechnik behandeltes Gussteil mit polierter Oberfläche. (Foto: Spaleck)

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzen sich auch in den Leichtmetall-gießereien mehr und mehr abgestimmte Systeme bezüglich der mechanischen/chemischen Bearbeitung sowie der Prozesswasseraufbereitung durch. Neben den eingesetzten Gießmaschinen, Formen, Öfen und Entgratungslösungen kommt deshalb dem Gleitschleifen zunehmend eine wichtige Rolle in der Prozesskette Druckgussfertigung zu.

Ein Erfolgsbeispiel für die Anwendung des Gleitschleifens ist die Druckgießerei Kalmbach aus Velbert. Im Jahre 2008 wurde der traditionelle Fertigungsschritt Gleitschleifen mit Hinsicht auf die In-Line-Fertigung modernisiert. Die verwendeten 6 herkömmlichen Rundtrogvibratoren wurden durch 2 Durchlaufanlagen (DL 1000 und DL 2000) ersetzt. Mit der Anlagentechnik wurden auch die Verfahrensmittel auf den beschriebenen Standard für Druckgussteile umgestellt. Durch den Einsatz der neuen Anlagen konnte der bisherige Durchsatz enorm gesteigert und die Arbeitsschritte vereinfacht werden.

Karin Geukes, Support Prozesswassertechnik, und Ingo Löken, Vertriebsingenieur Druckgussindustrie, Spaleck Oberflächentechnik GmbH & Co. KG, Bocholt


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