Fachartikel

Magnesiumdruckgießen mit der FGS-Technologie
von Norbert Erhard, Schondorf

Bei der Herstellung eines Druckgussteils fallen Gießläufe und Überläufe an. Diese können fast vollständig recycelt werden. Allerdings ist damit ein teilweise nicht unerheblicher Aufwand verbunden. Unter dem Namen FGS (Frech Gating System) entwickelte die Oskar Frech GmbH + Co. KG, Schorndorf, ein System, das produktabhängig ca. 45 bis 80 % des bisher üblichen Kreislaufmaterials vermeidet.

Mit der Versuchsmaschine DAM 200 Hybrid mit neuester Magnesiumofentechnik wurde der Einsatz der FGS-Technologie beim  Magnesium-Druckgießverfahren im Technikum von Frech in Schorndorf getestet.
Bild: Mit der Versuchsmaschine DAM 200 Hybrid mit neuester Magnesiumofentechnik wurde der Einsatz der FGS-Technologie beim Magnesium-Druckgießverfahren im Technikum von Frech in Schorndorf getestet. (Foto: Frech)

Die Schmelze wird hierzu bis an den Anschnitt des Gussteils herangeführt und steht dort permanent auf Schmelzeniveau temperiert an. Somit wird gegenüber dem klassischen Druckgießprozess der verbleibende Gießlauf am Gussteil deutlich reduziert. Die FGS-Technologie wurde bisher noch nicht beim Magnesiumdruckgießen eingesetzt. Im Frech-Technikum wurde auf einer Warmkammer-Druckgießanlage, ausgestattet mit entsprechender FGS-Technologie, ein Magnesiumgießversuch hierzu durchgeführt. Trotz eines komplexen, dünnwandigen Gussteils und der Verwendung der Legierung AM 60 waren die Ergebnisse sehr vielversprechend und positiv.

Dr.-Ing. Norbert Erhard, Geschäftsführer  Oskar Frech GmbH + Co. KG, Schorndorf


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