Fachartikel

Moderne Methoden zur Erfassung der Porositäten in Druckgussteilen mittels schneller Computertomographie
von Eberhard Ambos, Magdeburg, Wolfgang Besser, Dohna, Stefan Teuber, Stadt Seeland, Oliver Brunke und Dirk Neuber, Wunstorf, Ingo Stuke und Holger Lux, Ahrensburg

Druckgussteile weisen trotz ihrer bedeutenden technischen und wirtschaftlichen Vorteile stets den Nachteil auf, dass sie durch unterschiedliche Ursachen generierte Poren enthalten. Das Ziel der Druckgießer besteht darin, Anzahl und Volumen der Poren zu minimieren und diese in diejenigen Partien der Gussteile zu verdrängen, in denen sie die Funktion der Bauteile nicht beeinträchtigen. Mit den schnellen industriellen Computertomographen (CT) steht jetzt eine neue Gerätegeneration für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung zur Verfügung, die als wertvolles Hilfsmittel für die Minimierung der Porenbelastung von Druckgussteilen genutzt werden kann.

Inline-Computertomographie von druckgegossenen Tragböcken für Hochdruckpumpen
Bild: Inline-computertomographie von druckgegossenen Tragböcken für Hochdruckpumpen. (Foto: GE Sensing & Inspection Technologies)

Aus umfangreichen Untersuchungen an Druckgießformen im Serieneinsatz konnte die Erkenntnis gewonnen werden, dass durch günstige Gestaltung der Anschnitt- und Entlüftungssysteme und den Einsatz des Evakuierens der Druckgießformen eindrucksvolle Verringerungen des Porengehalts bei verschiedenen Druckgussteilen erreicht wurden. Auch bei der Entwicklung neuer Druckgussteile kann die schnelle Computertomographie deutliche Verbesserungen und Beschleunigungen bewirken: Mit einer Datenbank gescannter Druckgussteile kann eine Gießerei kurzfristig auf Erfahrungen mit ähnlichen Teilen zurückgreifen. Die schnellen industriellen Computertomographen werden kurzfristig in den Druckgießereien Eingang finden und entscheidend zur Sicherung der zunehmenden Qualitätsanforderungen an hoch beanspruchte und technologisch anspruchsvolle Bauteile beitragen. Neben den in diesem Beitrag dargelegten Erkenntnissen haben auch intensive tomographische und metallographische Untersuchungen zu wesentlichem Erkenntniszuwachs beigetragen.

Prof. Dr.-Ing. Eberhard Ambos, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Magdeburg, Wolfgang Besser, Druckguss Heidenau GmbH, Dohna, Stefan Teuber, Druckguss Hoym GmbH, Stadt Seeland, Dr. Oliver Brunke und Dr. Dirk Neuber, GE Sensing & Inspection Technologies GmbH, Wunstorf,  Dr. Ingo Stuke und Holger Lux, GE Sensing & Inspection Technologies GmbH, Ahrensburg


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