Fachartikel

Optimierung der Gießtechnik
Von Matthias Hegwein und Dietmar Eckl, Bad Windsheim

Die Gießerei Heunisch GmbH, Bad Windsheim, setzt zur vorbeugenden Qualitätssicherung ihrer Gussteile seit Jahren konsequent auf die frühzeitige Untersuchung der Gießtechnik und möglicher Fehlerquellen mit MAGMA5. Bei einem Abgasrohr aus GJL-250 gab es bereits früh Bedenken hinsichtlich kritischer Lufteinschlüsse. Um Fehler noch vor Produktionsbeginn zu vermeiden, sollte die Gießtechnik optimiert werden. Hierzu wurden erstmals die neuen Möglichkeiten zur automatischen Versuchsplanung im MAGMA5 Rel. 5.3 genutzt.

Bereiche mit Lufteinschlüssen in einem Abgasrohr
Bild: Bereiche mit Lufteinschlüssen in einem Abgasrohr. Foto: Heunisch Guss

Als beste Lösungen mit minimalen Lufteinschlüssen unterhalb eines vereinbarten Grenzwertes wurden zwei Varianten mit zwei Stegen und ein Design mit drei Stegen identifiziert. Für die Drei-Stege-Variante waren neben der geringeren Tendenz zu Lufteinschlüssen auch die Kontaktzeiten der Schmelze mit der Luft reduziert. Im Vergleich zur Ausgangslage ohne Stege konnte mit der neuen Lösung die Menge eingeschlossener Luft halbiert werden.

Die Fertigung der mit dieser Gießtechnik produzierten Gussteile läuft seit ihrem Start technisch und wirtschaftlich erfolgreich und ohne kritische Lufteinschlüsse. Durch die frühzeitige Optimierung mit MAGMA5 Rel. 5.3 ist es den Fachleuten von der Gießerei Heunisch gelungen, eine qualitativ optimale und robuste Lösung effektiv, zeitnah und rechtzeitig zum Produktionsstart zu erarbeiten.


Matthias Hegwein und Dietmar Eckl, Gießerei Heunisch GmbH, Bad Windsheim


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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 7/2016 Seiten 46-47
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