Fachartikel

Reparaturschweißen von Druckgießformen durch das Laser-Auftragschweißen
Von Sebastian Müller, Helge Pries und Klaus Dilger, Braunschweig, Sörn Ocylok, Andreas Weisheit und Ingomar Kelbassa, Aachen

Durch Druckgießen wird ein breites Bauteilspektrum geringer bis sehr hoher Komplexität aus Aluminium bzw. Magnesium gefertigt. Infolge des hohen Kostendrucks der Endkunden, des Wettbewerbes der Gießereien untereinander sowie alternativer Fertigungsverfahren sehen sich viele Gießereien zur Senkung ihrer Stückkosten gezwungen. Die Standzeit einer Druckgießform hat hierbei entscheidenden Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit, da sie in einem direkten Zusammenhang mit den Produktionskosten der abgegossenen Bauteile steht.

Durch Laser-Auftragschweißen lässt sich die Lebensdauer von Druckgießformen verlängern
Bild: Durch Laser-Auftragschweißen lässt sich die Lebensdauer von Druckgießformen verlängern. Foto: ILT

Ein Verfehlen der in der Angebotskalkulation berücksichtigten Stückzahl stellt ein nicht zu vernachlässigendes wirtschaftliches Risiko dar, welches zu vermeiden ist. Die Gewährleistung einer wirtschaftlichen Lebensdauer sowie Maßnahmen zur Standzeit-erhöhung der Druckgießform sind daher zentrale Themen in den Gießereibetrieben.

In dem Artikel wird dargestellt, wie durch das Verfahren des Laser-Auftragschweißens qualitativ hochwertige Reparaturschweißungen an Druckgießformen durchgeführt werden können, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Die aufgeführten Technologien und Ergebnisse sind dabei im Rahmen eines abgeschlossenen dreijährigen BMBF-Forschungsvorhabens (Innograd) entstanden, welches gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Lasertechnik (ILT) in Aachen und Verbundpartnern in der Industrie durchgeführt wurde. Die Anpassung der Anlagentechnik, die Entwicklung der Verfahrensparameter und die Herstellung der Auftragsschweißungen erfolgten seitens des ILT. Die metallographischen Untersuchungen sowie die Ermittlung der mechanischen Eigenschaften der Reparaturschweißungen wurden vom Institut für Füge- und Schweißtechnik (ifs) der Universität Braunschweig durchgeführt.

Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Müller, Dr.-Ing. Helge Pries, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. h. c. Klaus Dilger, Institut für Füge- und Schweißtechnik, Universität Braunschweig, Braunschweig, Dipl.-Ing. Sörn Ocylok, Dr.-Ing. Andreas Weisheit, Dr.-Ing. Ingomar Kelbassa, Fraunhofer Institut für Lasertechnik ILT, Aachen


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