Fachartikel

Schmiedeberger Gießerei – auf dem Weg zum Komponentenlieferanten
von Michael Vehreschild, Kleve

Ganz schön ausgeschlafen, die Schmiedeberger Gießerei. Weil nur ein Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt, das seine Geschäftsprozesse effizient gestaltet, investiert das Unternehmen der DIHAG-Gruppe kontinuierlich in moderne Technologien. Mit einem ERP-System, State-of-the-Art-Herstellungsverfahren und Investitionen in die mechanische Bearbeitung geht die Schmiedeberger Gießerei entscheidende Schritte in Richtung Komponentenlieferant. Und die Schmiedeberger Gießerei bleibt hellwach: In den nächsten Jahren soll auch in Robotik und 3-D-Druck-Verfahren investiert werden.

Foto: Michael Vehreschild

Väter und sogar Großväter einiger Mitarbeiter arbeiteten bereits bei der Schmiedeberger Gießerei. Eine Tradition, der sich die beiden Geschäftsführer Holger Kappelt und Andreas Mannschatz bewusst sind – das Unternehmen will für die Menschen der Region eine verlässliche Größe bleiben. Mag auch kräftig in Effizienz und Modernisierung investiert worden sein, zu einem Schreckgespenst für die Mitarbeiter wurden die Veränderungen nicht. Im Gegenteil. Denn unterm Strich stieg der Umsatz, weil die Kapazität wuchs und die Produktionstiefe sich erhöhte. Die Schmiedeberger Gießerei ist ein Unternehmen, das sich durch mutige Investitionen in Effizienz erfolgreich fit für die Zukunft macht.

Wer das Ohr nicht am Markt hat, könnte schon bald das Nachsehen haben. Die Schmiedeberger Gießerei hörte aber genau hin: „Der Bedarf an einbaufertigen Komponenten ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen“, sagt Holger Kappelt. „Dieser Entwicklung haben wir 2016 Rechnung getragen und ein Unternehmen für die mechanische Bearbeitung gegründet. Damit können wir individuelle Kundenanforderungen optimal erfüllen.“ Eine Million Euro investierte die Schmiedeberger Gießerei 2016 in eine neue Produktionshalle in Dipoldiswalde. Unter der Leitung des neuen Tochterunternehmens SG CNC Bearbeitungs GmbH werden die produzierten Gussteile direkt weiterbearbeitet. Kunden erhalten eine komplette und zuverlässige Serienfertigung aus einer Hand. Damit geht das Unternehmen einen weiteren Schritt in der Entwicklung zum Komponentenlieferanten. 13 CNC-Maschinen, zwei 3-D-Koordinatenmessmaschinen sowie ein Werkzeugbau für die Vorrichtungserstellung stehen in der neuen Produktionshalle für die mechanische Bearbeitung von Gussteilen bereit. Mit dem Ausbau der Kapazitäten in der mechanischen Bearbeitung bietet das Unternehmen nun auch Lohnfertigung an und erweitert damit gezielt sein Leistungsportfolio. Mit 1600 Quadratmetern bietet die neue Produktionshalle außerdem Potenzial für weiteres Wachstum.

 

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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 4/2017 Seiten 82-85
© Giesserei-Verlag GmbH Düsseldorf
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