Fachartikel

Strukturguss in Höchstform
von Markus Pfeifer, Icking

Der Druckguss bietet die ideale Technik, um die komplexen Anforderungen der Konstrukteure abzubilden: Dünnwandige Strukturen, Integration verschiedener Funktionen in einem Gussteil, hohe Festigkeit crashrelevanter Teile bei gleichzeitiger guter Bruchdehnung, Schweiß- und Klebbarkeit, geringes Gewicht trotz großer Abmessungen, und das prozesssicher und preisgünstig bei hohen Stückzahlen.

Blick in die Halle der neuen Aluminiumdruckgießerei der Audi-Fertigung in Münchsmünster.
Bild: Blick in die Halle der neuen Aluminiumdruckgießerei der Audi-Fertigung in Münchsmünster. (Foto: Projektingenieure)

Unter den OEM nimmt Audi seit Jahren eine führende Position im Leichtbau ein. In der neuen Fahrzeugplattform MLB-Evo (unter anderem mit dem neuen Audi A4) wird der Anteil der Aluminium-Gussteile noch weiter steigen. Zusammen mit stetig wachsenden Stückzahlen beschloss Audi deshalb, eigene Fertigungskapazitäten für Strukturteile zu schaffen. So entstand in den vergangenen beiden Jahren am neuen Fertigungsstandort in Münchsmünster eine komplett neue Gießerei, die vor kurzem feierlich eingeweiht wurde. Es entstand dort eine der modernsten Gießereien für Strukturteile. In der hohen und offenen Halle findet sich die gesamte Prozesskette vom Schmelzen über das Gießen bis zur Wärmebehandlung. Die mechanische Bearbeitung schließt sich direkt an, was die Logistik und die Qualitätsregelkette erheblich vereinfacht. Bei der Planung der Gießerei stand die Zukunftsfähigkeit der Lösungen klar im Vordergrund. Keiner kennt die Gussteile der Zukunft und vor einigen Jahren waren die Teile, die heute in Serie gegossen werden, gießtechnisch nicht vorstellbar.

Markus Pfeifer, Partner, Projektingenieure mbH, Dr. Jung und Partner, Icking


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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 10/2014, Seiten 26-29
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