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Kurtz Ersa

Der Ofen im Haseltal geht nicht aus

Die Rheinische Mittelstandsbeteiligung (RMB), Meerbusch, hat zum 1. Oktober 2018 die Traditionsgießerei Kurtz Eisenguss GmbH & Co. KG in Hasloch übernommen. Die Kurtz Eisenguss GmbH & Co. KG war bisher Teil des Kurtz Ersa-Konzerns, verlor aber in den letzten Jahren zunehmend an strategischer Bedeutung. Der Anteil am Gesamtumsatz von Kurtz Ersa betrug zuletzt noch 6 %.

Vor wenigen Jahren wurde noch einmal erheblich investiert, um in dem umkämpften Markt für Eisengussteile wettbewerbsfähig zu sein und einen signifikanten Marktanteil in der Gewichtsklasse von bis zu 10 t Stückgewicht zu erreichen. Die technische Ausstattung der Smart Foundry fand auch in Fachkreisen weltweit Anerkennung als Paradebeispiel für Industrie 4.0. Der Umsatz konnte ebenfalls gesteigert werden, die ambitionierten Wachstumsziele konnten jedoch nicht erreicht werden. Deshalb suchte man gezielt nach einem strategischen Investor, der über ausreichend Kompetenz und Marktpräsenz zur langfristigen Sicherung der Gießerei mit 90 Arbeitsplätze in Hasloch verfügt.

Die neue Gesellschaft firmiert künftig unter dem Namen Eisenguss Hasloch Smart Foundry GmbH. Mit dem Kauf der 166 Jahre alten Eisengießerei und den bereits im Besitz befindlichen Eisengießereien Hulvershorn GmbH & Co. KG, Bocholt, und SHW High Precision Casting Technology GmbH, Aalen-Wasseralfingen, deckt dieser neue Gießereiverbund annähernd das gesamte Gewichts- und Größenspektrum in allen möglichen Standard- und Sonderwerkstoffen wie ADI, Chrom- und Kokillenhartguss ab. Die Bündelung von Kompetenz in Werkstoff- und Gießereitechnik umfasst nahezu alle Anforderungen für Gussteile von 5 kg bis 120 t und erfüllt dabei die geforderten Ansprüche an Präzision und Maßhaltigkeit. Ebenfalls im Portfolio des Investors befindet sich das Aluminium-Druckgussunternehmen Eisenmann Druckguss GmbH.

Auf einer Mitarbeiterveranstaltung Anfang Oktober 2018 bedankte sich Kurtz Ersa-Konzernchef Rainer Kurtz bei den zum Teil langjährigen Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz behalten werden. Ihnen und insbesondere dem neuen geschäftsführenden Gesellschafter Rainer J. Langnickel wünschte Kurtz mit einem herzlichen „Glück auf“ einen guten Start, stets volle Auftragsbücher und eine erfolgreiche Zukunft am Standort Hasloch.

Über die kaufmännischen Bedingungen der Übernahme haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Das über 200 000 Quadratmeter große Grundstück sowie sämtliche Gebäude verbleiben im Besitz des Kurtz Ersa-Konzerns. Auf dem Areal werden der Industriepark im südlichen Teil sowie die historische Hammerschmiede und das Kurtz Ersa Hammermuseum im bisherigen Rahmen für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben.

www.kurtzersa.de


Kurtz Ersa-Konzernchef (l.) übergibt symbolisch den Schlüssel an den neuen geschäftsführenden Gesellschafter Rainer J. Langnickel und wünschte mit einem herzlichen „Glück auf“ einen guten Start, stets volle Auftragsbücher und eine erfolgreiche Zukunft am Standort Hasloch.

Foto: Kurtz Ersa