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Buderus Guss

Deutscher Innovationspreis

Massive Feinstaubsenkung, hohe Langlebigkeit, Korrosionsfreiheit: Buderus Guss hat mit einer verschleißoptimierten Graugussbremsscheibe den Deutschen Innovationspreis gewonnen. Das umweltschonende und nachhaltige Gießereiprodukt kann zur Lösung der aktuellen Feinstaubproblematik beitragen – und zeigt zugleich das Zukunftspotenzial von Guss!

In vielen Städten des Landes wird derzeit über Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge diskutiert. Anlass sind die hohen Stickoxid- und Feinstaubbelastungen auf den meistbefahrenen Straßen deutscher Metropolen. In Sachen Feinstaub verheißt ein klassisches Gießereiprodukt nun einen Ausweg aus der vertrackten Situation: die neue iDisc* der 100-prozentigen Bosch- Tochter Buderus Guss. Auf die aktuelle Debatte und die Anforderungen an Bremsen im hereinbrechenden Zeitalter der E-Mobilität ist die mit einer Wolfram-Karbid- Hartmetallbeschichtung versehene Bremsscheibe aus Gusseisen mit Lamellengrafit (Grauguss) die passende Antwort.

Neben einer Performance, die einer Keramik- Bremse aus dem Rennsport nahekommt, reduziert die Bremsscheibe die Feinstaubbelastung durch Abrieb um bis zu 90 Prozent. Auch der Verschleiß sinkt in derselben Größenordnung. Zugleich gehören Riefenbildung und Rost der Vergangenheit an. Die Korrosionsfreiheit der Bremsscheibe ist besonders für E-Fahrzeuge entscheidend, denn dieser Vorteil sichert die sofortige Einsatzbereitschaft und vermeidet damit „den Effekt der schlafenden Bremse“, wie Buderus Guss- Geschäftsführer Gerhard Pfeifer betont. „Für uns als Bremsscheibenhersteller ist die E-Mobilität deshalb keine disruptive Entwicklung – sie verspricht sogar noch Neugeschäft“, ergänzt er stolz.

Die iDisc ist ein Riesenschritt für sein Unternehmen und die Branche: Mit ihr erhält das Massenprodukt Bremsscheibe ein Alleinstellungsmerkmal mit hervorragendem Vermarktungspotenzial. Die innovative Bremskomponente zeigt zugleich, dass Innovationen auch mit klassischen Gießereiprodukten noch möglich sind. Gerhard Pfeifer leitet Buderus Guss seit Anfang 2016 und blickt auf eine fast 30-jährige Betriebszugehörigkeit im Bosch-Konzern zurück.

Mit der Serienreife der Technologie in 2017 nahm die iDisc eine fulminante Entwicklung: Zunächst wurde sie im September vergangenen Jahres auf der IAA an einem Porsche Cayenne Turbo präsentiert – dort heißt das Bremssystem PSCB (Porsche Surface Coated Brake). Dann folgte im Dezember der Gewinn des Bosch Innovation Award, was bei weltweit über 400 000 Mitarbeitern des Technologie- Konzerns alles andere als ein Kunststück ist. Und schließlich wurde die iDisc mit der Verleihung des Deutschen Innovationspreises in der Kategorie „Mittelständische Unternehmen“ im April 2018 auf den Olymp der Erfindungskunst gehoben. Erstmals dürfte damit eine Bremsscheibe im selben Atemzug mit aktuellen Spitzenerfindungen genannt worden sein. Neben der iDisc standen beim diesjährigen Deutschen Innovationspreis zukunftsweisende Neuheiten wie der seillose Aufzug von thyssenkrupp Elevators oder die sogenannte Speed Factory von Adidas, die Turnschuhe mit Hilfe von 3-D-Druckern fertigt, im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit.

www.buderus-guss.de


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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 9/2018 Seiten 85-89
© BDG, Düsseldorf
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Bearbeitungszelle für die sogenannte HVOF Beschichtung, HVOF steht für High Velocity Oxygen Fuel.

Foto: Andreas Bednareck