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Druckguss-Kompetenzzentrum erhält Infrastruktur und Ausstattung

Im Creativitäts und Competenz- Centrum Harzgerode, einem Private-Public-Partnership zwischen der Stadt Harzgerode und der Bohai Trimet Automotive Holding GmbH, ist Anfang Dezember der Startschuss für das „Gigabit-CCC“ gefallen und die neue Forschungs-Druckgießmaschine getauft worden. Dies geschah im Rahmen einer Veranstaltung mit 70 geladenen Gästen, darunter Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Bildung. Die Bohai Trimet Automotive Holding produziert zusammen mit ihren Tochtergesellschaften an den Standorten Harzgerode und Sömmerda Druckgusskomponenten für den Fahrzeugbau.

Zu Beginn der Veranstaltung betonten die vier Laudatoren Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen- Anhalt, Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Marcus Weise, Bürgermeister der Stadt Harzgerode und Mathias Meinen, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Innovation mbH (GfWI), wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie ist. Weiterhin stellten sie fest, dass die Investition von rund einer halben Million Euro, die positive Entwicklung des Wirtschafts- und Forschungsstandortes Harzgerode weiter vorantreibt. Mit dem gemeinsamen Drücken eines roten Knopfes wurde symbolisch der Startschuss des „Gigabit-CCC“ gesetzt. Die im CCC ansässigen Firmen oder auch potenzielle Gründer profitieren von nun an durch die superschnelle Internetverbindung. Demonstriert wurde dies durch zwei Videokonferenzen mit der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg und der simultanen Auswertung einer computertomografischen Aufnahme eines Aluminiumgussteiles. Die Rohdaten, welche in kurzer Zeit während der Veranstaltung versendet wurden, umfassten eine Größe von 50 Gigabyte. Die versendete Datenmenge entspricht in etwa 12,5 Millionen DIN A4 Seiten oder 450 Stunden Musik in hoher Qualität. Dies verdeutlicht die Möglichkeiten des Gigabit-Anschlusses.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde die neue Forschungsdruckgussmaschine vom Ministerpräsidenten feierlich getauft. Mit der Maschine besteht nun die Möglichkeit, Aluminiumlegierungen für den Druckgießprozess zu entwickeln oder zu optimieren. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, Bauteilentwicklung oder Prozessoptimierungen durchzuführen. Ein großer Vorteil der neuen Anlage ist auch, dass die hergestellten Gussstücke direkt im nebenan liegenden Materialprüflabor untersucht und ausgewertet werden können.

www.ccc-harzgerode.de


GfWI-Geschäftsführer Mathias Meinen auf der Treppe der neuen Forschungs-Druckgießmaschine, rechts von ihm Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, Harzgerodes Bürgermeister Marcus Weise sowie der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Jürgen Ude.

Foto: GWI