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NEWCAST

"Ein Heimspiel für uns!“

Nach der umfangreichen Berichterstattung über die GIFA in der vergangenen Ausgabe folgt nun ein Blick auf die NEWCAST, wo sich Gießereien mit ausgewählten Produkten Besuchern und Interessenten präsentierten. Hat sich ihr Auftritt gelohnt? Mit welchen Highlights konnten sie überzeugen und wie fällt ihr Fazit nach fünf Messetagen aus?

Insgesamt war die Beteiligung an der NEWCAST in diesem Jahr gut. Wie in den vergangenen GIFA-Jahren zeigten sich in den Messehallen viele Gemeinschafts- und Verbandsstände aus unterschiedlichsten Nationen – etwa USA, Südafrika und Brasilien. Gießereien aus China, dem größten Gussproduzenten weltweit, präsentierten sich zudem häufig mit eigenen Ständen. Stark vertreten waren auch Gießereien aus Indien und der Türkei. Insgesamt stellten rund 450 Gießereien in den Hallen 13 und 14 aus, weniger als jede zehnte davon kam aus Deutschland.

Für diejenigen, die sich für ein Messeengagement entschieden haben, hat sich die Teilnahme meist gelohnt: „Zweck der Messe ist es ja, mit Einkäufern und Technikern zusammenzukommen. Das ist gut gelungen und wir haben zahlreiche neue Kontakte geknüpft“, blickt Jens Gründling, Leiter des strategischen Vertriebs der Eisengießerei Baumgarte zurück. „Zwei Drittel der Standbesucher bestand aus neuen Kontakten, ein Drittel aus bestehenden“, nennt er erste Auswertungen des NEWCAST-Auftritts. Die Bielefelder Gießerei zeigte an ihrem Stand im Maschinenformverfahren gefertigte große Gussteile. „Mit Formkästen von 2 x 1,5 m sind wir sicherlich ein Novum in der Branche“, so Gründling und fährt fort: „Das führt natürlich zu Interesse, weil unsere gießereitechnischen Möglichkeiten durch solche Bauteile nicht nur abstrakt, sondern konkret dargestellt werden.“ Er geht davon aus, dass sein Unternehmen auch 2023 wieder an der Messe teilnimmt. Gemeinsam mit der kürzlich etablierten CastForge in Stuttgart habe man nun in Deutschland zwei gute Fachmessen. Einen bedeutenden Vorteil habe die NEWCAST allerdings gegenüber dem Stuttgarter Pendant: „In der Kombination mit der GIFA kann man sich auf der NEWCAST nicht nur als Lieferant für Gussprodukte präsentieren, sondern auch die technischen Fortschritte der Zulieferer sehen und das Gießerei-Netzwerk pflegen und ausbauen“, resümiert Gründling.

Einen erfolgreichen Blickfang setzten auch die Zink- und Kunststoffgießer von Föhl aus Rudersberg ein. Sie nutzten die Messe zur Vermarktung ihrer Nanobeschichtungsanlage, die umweltbelastende Galvanisierungsprozesse zur Korrosionsbeschichtung von Metallen ersetzen soll. Außerdem konnten mit einer Virtual Reality (VR)-Brille Zinkdruckgussteile in einem simulierten Haus identifiziert werden. Das zog die Aufmerksamkeit auf sich. „Für die EUROGUSS im kommenden Januar wollen wir dieses Highlight noch größer aufziehen. Über einen großen Bildschirm können dann vorbeikommende Besucher sehen, was der Anwender gerade in seiner Brille sieht“, verrät Robert Kristo, Vertriebsleiter von Adolf Föhl. Doch Highlights generieren noch kein Geschäft, das weiß auch Kristo und verweist auf den zuweilen sehr langen Zeitraum zwischen Erstkontakt und Anfrage. Eins steht für ihn aber fest: Die ersten Berührungspunkte für spätere Anfragen und Aufträge gibt es sehr oft auf Messen. Das haben Analysen von Föhl in den vergangenen Jahren ergeben.

 
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pdf-Datei aus "GIESSEREI" Heft 8/2019 Seiten 10-11
© BDG, Düsseldorf
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Bauteil von Heger Guss für eine Windkraftanlage in Halle 13 der NEWCAST.

Foto: Messe Düsseldorf