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GI RWTH Aachen

Erfolgreicher Abschluss des BeSt-Projekts

Im Rahmen des DFG-geförderten Projekts „Behandlung von Stahlblechen für das Druckgießen spalt- und verzugsarmer Al-Guss/Stahlblech-Metallhybriden“ bestand das Ziel darin, ein grundlegendes Verständnis der Mechanismen und Einflussgrößen auf die Ausbildungform und/oder stoffschlüssiger Al-Druckguss/Stahlblech- Verbunde zu gewinnen. Dazu wurden zwei unterschiedliche Routen der Oberflächenbehandlung des Stahleinlegers vor dem Druckgießen verfolgt, um die Anbindung zwischen Stahl und Al-Guss zu verbessern und eine Spaltbildung zwischen den Komponenten zu vermeiden. Am Institut für Bildsame Formgebung (IBF) wurden Mikrostrukturen in die Blechoberfläche mittels Walzen eingebracht, während das Institut für Oberflächentechnik (IOT) Stahlblechbeschichtungen für den stoffschlüssigen Verbund entwickelt und appliziert hat.

Im Rahmen des dreijährigen Projekts konnte aufgezeigt werden, dass sowohl kraft- und formschlüssige als auch stoffschlüssige Hybride durch gezielte Prozessführung eingestellt werden können. Dabei konnten Scherzugfestigkeiten von 100 MPa respektive 20 MPa, für die jeweiligen Hybridverbindungen, ermittelt werden. Das „BeSt“-Projekt hat aufgezeigt, dass die hybride Fertigung im Druckguss eine vielversprechende Option zur Entwicklung von Leichtbaustrategien sein kann.

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Formschlüssiger Verbund zw. DC04-Stahleinleger und Magsimal59-Druckgusslegierung

Bild: GI RWTH Aachen