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Forschungsprojekt

Methoden-Kompetenz für den automotiven Leichtbau

Das Gesamtziel des Vorhabens, finanziert durch die Investitionsbank Sachsen-Anhalt mit der Projektnummer ZS/2016/04/78125, besteht darin, eine Methodenplattform für das Aluminiumdruckgießen zu entwickeln und zu erproben, mit deren Hilfe erstmals ganzheitlich sowohl der technologische Prozess als auch die Bauteile optimal gestaltet werden können. Neben einem minimalen Bauteilgewicht sollen damit gleichzeitig die Anforderungen hinsichtlich der mechanischen Eigenschaften (Festigkeit, Dynamik, Temperatur etc.), der Kosten und der gießtechnischen Randbedingungen erfüllt werden.

Die Erprobung der Methodenplattform erfolgt unter Nutzung realer Druckgussbauteile von Pkw-Komponenten. Durch spezielle strömungsmechanische Berechnungen soll die Präzision der Vorhersage der in den Gussteilen verbleibenden Ungänzen, z. B. die Lage, Größe und das Volumen von Poren, bedeutend verbessert werden. Durch die Entwicklung eines neuen Berechnungsverfahrens für die Ermittlung der Festigkeit von druckgegossenen Bauteilen unter Berücksichtigung bisher nicht erfassbarer Poren wird ein wesentlicher Beitrag zur Gewichtsverringerung der Bauteile und damit zur Kraftstoffeinsparung von Automobilen geleistet. Weiterhin sollen die Festigkeitspotenziale von Al-Sekundär- Druckgusslegierungen durch eine Legierungsoptimierung und durch Wärmebehandlungen besser ausgeschöpft und auf diese Weise Leichtbauressourcen erschlossen werden.

Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. habil. Dominique Thévenin, dominique.thevenin(at)ovgu.de
Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Gabbert, ulrich.gabbert@ovgu.de
Prof. Dr.-Ing. habil. Eberhard Ambos, e.ambos@ib-ambos.de

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg
www.uni-magdeburg.de



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pdf-Datei aus "GIESSEREI SPECIAL" Heft 1/2018 Seite 102
© Giesserei-Verlag GmbH Düsseldorf
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Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie, Redaktion kug.bdguss.de 2018
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Querschnitt eines simulierten Bauteils und Einschießen des flüssigen Metalls in den Formhohlraum.

GRAFIK: OTTO-VON-GUERICKE-UNIVERSITÄT MAGDEBURG