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Mezger

Ökonomisch gießen im Hochlohnland

Die Schweiz ist bekanntlich eines der Länder mit den weltweit höchsten Löhnen. Produzieren ist hier teurer als anderswo. Ein 3-D-Drucker für Formen und Kerne kann sich für Gießereien aber lohnen, wie ein neues Anwender-Video zeigt. Die Mezger AG im schweizerischen Kallnach stellt kleine und mittlere Serien für den Maschinenbau, die Bahn- und Pumpentechnik sowie die Gas-, Wasser- und Fernwärmeversorgung her. Mezger setzt mit einem 3-D-Drucker von ExOne auf die CAD-gestützte additive Fertigung. Dabei können 95 Prozent des gebrauchten Formsands mit Frischsand gemischt erneut im 3-D-Drucker eingesetzt werden, der im 24-Stunden-Betrieb läuft. Mezger setzt u. a. auf hybride Gießformen mit gedrucktem Kern und konventionell hergestellter Form. Nach dem Schlichten sind die Formen bereit für die hohen Temperaturen, die beim Eisengießen erreicht werden. Die Gussteile müssen ExOne zufolge anschließend kaum noch nachbearbeitet werden. Vorteile des neuen Verfahrens: Lagerkapazitäten für Modelle fallen weg, zudem können die Schweizer Gießereifachleute als Entwicklungspartner ihrer Kunden auftreten und so am Markt punkten. „Wir können mit dem Drucker in einem Hochlohnland wirtschaftlich sehr gute Qualität erzeugen“, resümiert Gießereileiter Dieter Diebold die Erfahrungen. Und Inhaber Silvio Camponovo überzeugt auch die Drucker-Geschwindigkeit.

Link zu dem Video auf YouTube: https://bit.ly/3auk7lh 



Reinigung komplexer, gedruckter Sandkerne bei Mezger. Über ein Webtool sind die Daten der 3-D-Druckaufträge jederzeit mobil abrufbar.

SCREENSHOT: EXONE