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Weitere Modernisierung - Neue CNC-Drehmaschine

Es war ein langer Weg, bis die generalüberholte Zweisupport-Drehmaschine, eine Hoesch MFD aus dem Jahre 1981, in der A-Halle ihre Produktion aufnehmen konnte. Im November 2015 erhielt das Unternehmen HR Werkzeugmaschinen & Service GmbH den Auftrag, die in Russland gekaufte MFD Maschine, grundlegend zu überholen und letztlich bei GP in Betrieb zu nehmen. Bis dahin waren viele Gespräche notwendig, um alle technischen Vorgaben und Bedingungen zu erfassen, die die „neue“ Drehbank gut und produktiv machen sollten. Von der ursprünglichen Maschine blieben eigentlich nur einzelne Maschinenteile erhalten. Alle anderen Komponenten wurden verändert, angepasst oder komplett neu gebaut.

Die beiden Maschinenbetten wurden gekürzt und geometrisch überholt. Im Supportbett wurden Stahlleisten, Zahnstangen sowie neu konstruierte Supporte montiert. Des Weiteren sollten Elektrik und Hydraulik komplett erneuert werden, um die Maschine zukunftsorientiert an den neuesten Stand der Technik anzupassen. Alle diese vorbereitenden Tätigkeiten geschahen in Regie von Fa. HR Werkzeugmaschinen & Service GmbH in Kakenstorf nahe Hamburg in Zusammenarbeit und Abstimmung mit GP. Durch regelmäßige Besuche überprüfte man den Fortschritt der Arbeiten und stimmte immer wieder Details hinsichtlich Mechanik, Elektrik & Steuerung im Produktionsbetrieb, Themen der Instandhaltung sowie Arbeitssicherheit ab.

Nachdem im Juni 2017 das Fundament in der A-Halle fertiggestellt wurde, konnte im September desselben Jahres das Werkstückbett montiert werden. Es folgte der Aufbau der Kabelbühne m Oktober. Die Anlieferung des Supportbettes erfolgte im Januar 2018, die Inbetriebnahme Ende Mai 2018. Neben der Fertigmontage der Supporte inkl. Bühnen wurde die Installation der Absaugan-lage und des Sicherheitszaunes umgesetzt. Um mit dem Sicherheitskonzept der Maschine die Anforderungen aus der Maschinenrichtlinie zu erfüllen, galt es zwischen Lieferant und Kunde Lösungen zu finden, die zum einen konform hinsichtlich der Vergabe der CE-Kennzeichnung sind, zum anderen einen optimalen Produktionsablauf sicherstellen sollen.

Nach Abschluss der Montage von mechanischen Komponenten und Baugruppen ging es an die Feinheiten und Einstellarbeiten. Ende Mai konnte dann der Probebetrieb beginnen. In dieser Zeit wurde die Programmierung in Absprache mit Teamleitern und Maschinenbedienern verfeinert und auf das Tagesgeschäft abgestimmt.

Mit der Inbetriebnahme wurde die Kapazität im Bereich Fertigdrehen deutlich erhöht. Auf der neuen Maschine – genannt 6A – können nun Walzen diverser Geometrien und Gewichte bis 9.000 mm Länge, 1.800 mm Durchmesser und einem Gewicht von 80 t gefertigt werden.

Nach der Inbetriebnahme des neuen CNC-Bohrwerkes im Jahre 2016 und der Installation von zwei neuen Kranen mit einer Kapazität von 80 t, wurde jetzt mit der CNC-Drehmaschine 6A ein weiterer Meilenstein bei der zukunftsorientierten Ausrichtung der A-Halle – und somit der mechanischen Bearbeitung – erreicht.

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Mit der Inbetriebnahme der neuen CNC-Drehmaschine 6A wurde bei Gontermann-Peipers die Kapazität im Bereich Fertigdrehen deutlich erhöht.

Foto: Gontermann-Peipers