Richtlinien

BDG-Richtlinien

BDG-Richtlinien sind fachbezogene technische Richtlinien des Gießereiwesens und werden vom BDG Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie herausgegeben.  Viele BDG-Richtlinien sind ursprünglich als VDG-Merkblätter erschienen und dann entsprechend gekennzeichnet. BDG-Richtlinien dokumentieren den allgemein gültigen Stand der Technik. Sie beinhalten fertigungs- und verfahrenstechnische Informationen für den Gießereibetrieb, Eigenschaftsangaben zu Gusswerkstoffen, Richtwerte und Vorschriften zum Einsatz von Arbeitsstoffen sowie zu deren umweltgerechter Verarbeitung bzw. Entsorgung, Hinweise zur Beurteilung und zum Einsatz von Gießereiausrüstungen, Prüf- und Abnahmerichtlinien sowie Güteempfehlungen für Roh- und Hilfsstoffe.

BDG-Richtlinien haben als aktuelle Richtschnur für Gussherstellung und Gussanwendung hohe Verbindlichkeit und sind als Arbeitsgrundlage - auch im Zusammenwirken mit den Behörden - allgemein anerkannt. Sie werden im Rahmen von Audits und zu offiziellen gutachterlichen Beurteilungen herangezogen. In mehreren Fällen bildeten BDG-Richtlinien bzw. VDG-Merkblätter die Basis für Europäische Normen, was ihre große internationale Akzeptanz beweist.

Die Richtlinien stellen den Stand der Technik zum Zeitpunkt der Abfassung dar. Sie werden periodisch in den fachlichen Gremien des BDG überprüft und ggf. revidiert.

Die Technischen Richtlinien z. B. zum Druckguss oder Feinguss finden Sie auf dieser Webseite unter der Rubrik "Publikationen"

Ausgewählte, für den Gusskonstrukteur- und - entwickler relevante Richtlinien und Richtlinienentwürfe finden Sie nachstehend:


BDG-Richtlinie F1:
Das traditionelle Lehmformverfahren zum Herstellen von Läuteglocken

Die gemeinsam vom Verband Deutscher Glockengießereien, dem Verein Deutscher Gießereifachleute VDG e.V. und dem Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen erstellte Richtlinie zur Verbesserung der Lebensdauer von Glocken basiert auf Untersuchungen an mit dem traditionellen Lehmformverfahren hergestellten Glocken. Das Projekt Bestimmung von Einflussgrößen auf die Lebensdauer von Glocken wurde vom Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit, LBF, Darmstadt, in
den Jahren 1998/99 durchgeführt. Ziel des Projektes war vornehmlich die Bestimmung der die Lebensdauer von Glocken maßgeblich bestimmenden Einflussgrößen und die Übertragung der Ergebnisse auf denkmalrelevante Glocken. Es handelt sich um ein mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft gefördertes Forschungsvorhaben.

Die BDG-Richtlinie F1 hier zum Download:

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BDG-Richtlinie P202:
Volumendefizite von Gusstücken aus Aluminium-, Magnesium- und Zinkgusslegierungen

Diese BDG-Richtlinie gilt für Gussstücke aus Aluminium-, Magnesium- und Zinkgusslegierungen. Der Inhalt bezieht sich auf das Druckgießverfahren einschließlich artverwandter Sondergießverfahren wie z. B. Squeeze-Casting oder Thixocasting, das Kokillengießverfahren und Varianten, wie z. B. dem Niederdruckkokillenguss, das Sandgießverfahren und dessen Varianten sowie das Feingießverfahren. Ziel dieser Richtlinie ist die Beschreibung von Anforderungen an die Gussqualität sowie deren einheitliche Eintragung in technische Unterlagen.
Der Geltungsbereich dieser Richtlinie ist auf innere und äußere Volumendefizite - Porosität - beschränkt. Sonstige Fehlstellen wie z. B. Einfallstellen, Kaltfließstellen, Aufschweißungen, Ziehriefen, Grate und Brandrissmuster, sind nicht Bestandteil dieser Richtlinie. Porosität kann durch eine Zusammenarbeit von Konstrukteur und Gießer minimiert, aber nicht ausgeschlossen werden, weshalb in dieser Richtlinie nach einer entsprechenden Charakterisierung der Volumendefizite und anderen Porositäten, deren mögliche Auswirkungen betrachtet werden. Neben Hinweisen zur Beurteilung der Porosität von Gussstücken werden eine einheitliche Vorgehensweise bei der Porositätsbewertung mittels der Schliff- und Schnittprüfung und der qualitativen Bildanalyse vorgestellt und Möglichkeiten für die Eintragung der Porositäten in Zeichnungen beschrieben.

Die BDG-Richtlinie P202 finden Sie nachfolgend in deutscher und englischer Spache zum Download.

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BDG-Richtlinie P211:
Volumendefizite von Gussstücken aus Kupfer- und Kupfergusslegierungen

Diese BDG-Richtlinie gilt für Gussstücke aus Kupfer- und Kupfergusslegierungen. Der Inhalt bezieht sich auf Gussteile, die mit dem Sand- oder Kokillengießgießverfahren gefertigt wurden. Ziel dieser Richtlinie ist die Beschreibung von Anforderungen an die Gussqualität sowie deren einheitliche Eintragung in technische Unterlagen. Der Geltungsbereich dieser Richtlinie ist auf innere und äußere Volumendefizite - Porosität - beschränkt. Sonstige Fehlstellen wie z. B. Einfallstellen, Kaltfließstellen, Seigerungen, Ziehriefen, Grate und Brandrissmuster, sind nicht Bestandteil dieser Richtlinie. Porosität kann durch eine Zusammenarbeit von Konstrukteur und Gießer minimiert, aber nicht ausgeschlossen werden, weshalb in dieser Richtlinie nach einer entsprechenden Charakterisierung der Volumendefizite und anderen Porositäten, deren mögliche Auswirkungen betrachtet werden. Neben Hinweisen zur Beurteilung der Porosität von Gussstücken werden eine einheitliche Vorgehensweise bei der Porositätsbewertung mittels der Schliff- und Schnittprüfung und der qualitativen Bildanalyse vorgestellt und Möglichkeiten für die Eintragung der Porositäten in Zeichnungen beschrieben.

Die BDG-Richtlinie P211 finden Sie nachfolgend in deutscher und englischer Spache zum Download.

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BDG-Richtlinie P300: Bestimmung der dynamischen Bruchzähigkeit ferritischer Gusseisenwerkstoffe

Die Richtlinie ist in Zusammenarbeit mit der TU Bergakademie Freiberg und der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH entstanden. Die hier vorgestellte Prüfmethode ermöglicht die experimentelle Bestimmung dynamischer Bruchzähigkeitswerte unter Berücksichtigung werkstoffspezifischer Besonderheiten ferritischer Gusseisenwerkstoffe, um eine umfassende Bewertung der Bruchsicherheit von Gussteilen unter Einbeziehung nicht auszuschließender bzw. hypothetisch angenommener Gussinhomogenitäten (Poren, Lunker, Risse u. a.) zu ermöglichen, die infolge stoßartiger Belastungen schnelle Änderungen des Spannungs- und Dehnungszustandes nach sich ziehen können. Die beschriebene Prüfmethode wurde für das Forschungsprojekt „Bestimmung dynamischer Rissinitiierungswerte für ferritisches Gusseisen (DCI)“ entwickelt und im Rahmen des Projektes bereits erfolgreich angewendet.

Die BDG-Richtlinie P300 finden Sie nachfolgend zum Download.

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BDG-Richtlinie P510:
Maßliche Erstbemusterung auf der Basis von 3D-CAD-Daten

In der Zusammenarbeit zwischen Gießerei und Abnehmer werden die Informationen zur Geometrie zunehmend über 3D-CAD-Daten ausgetauscht. Die maßliche Bemusterung von Bauteilen auf Basis dieser 3D-Dateien erfolgt über einen Soll-lst-Vergleich, der über die Definition von Punkten oder Flächen im Raum stattfindet. Die maßliche Bemusterung eines Rohgussteiles erfordert eine abgestimmte Methode, bei der die gießereitechnischen Belange, wie z. B. Rohgusstoleranzen, Formschrägen, Bearbeitungszusätze usw., berücksichtigt werden. Dieses Merkblatt ist ein Leitfaden für eine effiziente Vorgehensweise bei der maßlichen Bemusterung von Gussteilen über 3D-CAD-Daten.

Die BDG-Richtlinie P510 hier als

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BDG-Richtlinie P690:
Feinguss – Maßtoleranzen, Oberflächen, Bearbeitungszugaben

Mit Stand Juli 2010 ist die BDG-Richtlinie P690: Feinguss – Maßtoleranzen, Oberflächen, Bearbeitungszugaben erschienen. Das Feingießverfahren ist ein industrielles Präzisionsgießverfahren, das in Abgrenzung zu anderen formgebenden Verfahren unter Verwendung eines ausschmelzbaren Modells (verlorenes Modell) eine ungeteilte keramische Form (verlorene Form) erstellt. In diese werden Metalle und Legierungen auf Eisen-, Aluminium-, Nickel-, Cobalt-, Titan-, Kupfer- und Magnesiumbasis abgegossen. Die so hergestellten Gussteile zeichnen sich durch eine besondere Oberflächengüte und Maßgenauigkeit aus. Das Verfahren ist auch bekannt unter den Bezeichnungen „Modellausschmelzverfahren", „Investment Casting", „Lost Wax Process" oder „Fonte ä Cire Perdue". Ausführliche Informationen zum Feingießverfahren und seiner Anwendung finden Sie auf dieser Homepage unter Publikationen.

Das mit Stand Juli 2010 überarbeitete Merkblatt definiert Maßtoleranzen, nennt Bearbeitungszugaben und Oberflächenrauheiten, die dem Stand der Feingießtechnik entsprechen. Es dient als Grundlage für eine optimale wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Feingussproduzenten und den Feingussabnehmer.

Die BDG-Richtlinie P690 finden Sie nachfolgend in deutscher und englischer Spache zum Download.

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BDG-Richtlinie P695:
Technische Lieferbedingungen für Feingussstücke

Die BDG-Richtlinie P695 legt die allgemeinen technischen Lieferbedingungen für Feingussstücke aus genormten und nicht genormten metallischen Werkstoffen, in offenen, erschmolzenen und vergossenen Bauteilen, die nach dem Wachsausschmelzverfahren (auch Modellausschmelzverfahren) hergestellt wurden, fest. Zusätzlich, für bestimmte Werkstoffe, sind spezifische Anforderungen in den speziellen Werkstoffnormen festgelegt. Basis des Herstellungsprozesses sind industrielle Wachse, die eine kalkulierte Schwindung aufweisen. Die zur Anwendung eingesetzten Formstoffe sind für Formtemperaturen > 1000 ° C ausgelegt.

Der Käufer legt die Anforderungen an das Gussstück entsprechend dem vorgesehenen Zweck fest. Anhang A dieses Merkblattes enthält eine Checkliste zur schnellen Information über die verschiedenen Punkte, die zum Zeitpunkt der Bestellung vereinbart werden können. Sie beziehen sich auf die entsprechenden Unterabschnitte und Absätze des Merkblattes.

Die BDG-Richtlinie P695 hier als

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BDG-Richtlinie P 710: Richtlinien für die Prüfung und Abnahme von Druckguss- und Kokillengussstücken aus NE-Metall-Legierungen

Die BDG-Richtlinie P 710 gilt für Gussstücke aus NE-Metalllegierungen, die im Druck- oder Kokillengießverfahren gefertigt werden. Sie gibt Herstellern und Abnehmern von Druck- oder Kokillengussteilen Hinweise und Empfehlungen zur Vertragsgestaltung, vor allem in Bezug auf die Abstimmung und Festlegung von Qualitätskriterien und den zu führenden Qualitätsnachweisen. Hierzu enthält die Richtlinie Empfehlungen zu jedem Teilbereich der Produktion, angefangen bei der Konstruktion über den Werkstoff und die Fertigung bis hin zur Endabnahme des Gussbauteils.

Die BDG-Richtlinie P710 hier als

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BDG-Richtlinie P 771: Qualitätsbestimmung für Schneckenradbronzen

Diese Richtlinie bietet die Grundlage für die Festlegung von technischen Lieferbedingungen für die Lieferung von Gussstücken aus den Werkstoffen CuSn12Ni2-C (CC484K) der Norm EN 1982 [1] oder deren zwischen Hersteller und Abnehmer abgestimmten Abwandlungen. Für den Einsatz als Schneckenrad in Schneckengetrieben dienen dazu in der gegenwärtigen industriellen Praxis anwendungsspezifische Kriterien für die Gefügeausbildung, für die mechanischen Eigenschaften und für die chemische Zusammensetzung. Zur Bestimmung dieser Kriterien definiert die Richtlinie auf  praxistaugliche  Art und  Weise die  Form und  Lage  der  erforderlichen Proben, die Probenvorbereitung, die Prüfverfahren und die Dokumentation der Prüfergebnisse.

Die BDG-Richtlinie P771 hier als

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